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Der Tchibo-Check
für Innovation
 
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© 2006 Arno Dirlewanger


Der Tchibo-Check für Innovation

Der Financial Times vom 24.8.06 entnehme ich, dass Dieter Ammer, CEO von Tchibo, es  als seine wichtigste Aufgabe ansieht, seine Mitarbeiter zu stören. Gehen wir einmal davon aus, dass er das auf eine sinnvolle Weise tut, könnte er etwas Gutes bewirken:

Denn bewusste Störungen  können festgefahrene Gedankenströme  unterbrechen und schaffen so die Möglichkeit, den einmal eingeschlagenen Weg zu überdenken.

Eine solche Störung bzw. „Denk-Check“ hätte ich mir  auch bei den Planern der sogenannten „Dynamischen Fahrgast-Informations-Anzeigen“ gewünscht, die an Haltestellen von Bussen und Bahnen zur Zeit  in vielen Städten eingeführt werden.

Sie zeigen an, in wieviel Minuten die nächste Bahn kommt und kosten 35000.- EUR pro Stück und Station. Diese  Information  hilft mir jedoch gar nichts, wenn ich an der Station stehe und nicht weiß, wie ich z.B. in die Nordendstrasse komme oder welche Fahrkarte ich kaufen muss.

Für die  35000.- EUR pro Station ließe sich bequem ein Terminal in den vorhandenen Fahrkartenautomat integrieren, das wirklich relevante Informationen ausgibt: wie genau komme ich von hier zu meinem Ziel-Ort und mit welcher Fahrkarte?

Die Planer und Software-Programmierer hätten diese Aufgabe  sicher genauso gut gelöst, wenn sie jemand wie Herr Ammer von Tchibo in ihrem Denken rechtzeitig gestört hätte. Vielleicht wäre ihnen dann eingefallen, dass es wichtiger ist zu wissen, wie man an das Ziel kommt, als zu wissen, wann die nächste Bahn kommt.

Eine wirkliche Innovation wäre entstanden, von der viele (potentielle) Nutzer und die Betreiber des ÖPNV profitieren würden!


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